ÖKL-Merkblatt 24a Stallmistkompostierung
4. Auflage, 2008, 12 Seiten, Preis: Euro 4,40Die Stallmistkompostierung auf landwirtschaftlichen Betrieben wird je nach Ort, den Erwartungen an den Kompost und den angestrebten Zielen mit unterschiedlichem Mechanisierungsgrad und biologischer Aktivität betrieben. Es gibt folgende Rotteverfahren in der Landwirtschaft:
- Heißrotteverfahren extensiv
- Heißrotteverfahren intensiv
- wie oben, zusätzlich mit Beigabe von Bakterien, Präparaten oder mineralischen Komponenten
- bakterielle konservierende anaerobe Vorbehandlung mit anschließender aerober Behandlung durch Kompostierung
Im Merkblatt erfahren Sie auch mehr über die Rotteeigenschaften verschiedener Wirtschaftsdüngerarten. Das Hauptkapitel 'Planung und Bemessung' gibt Angaben und Tabellen zur Gliederung, zum Flächenbedarf des Zwischenlagers sowie zum Flächenbedarf bei Heiß- und Nachrotte, in einer Tabelle gegliedert nach Mistart (und Eigenschaften) sowie nach Mietenform (Dreiecks- oder Tafelmiete). Weiters enthält das Merkblatt Angaben zum Flächenbedarf für die Manipulation und für die Erfassung der Mischwässer. Das Mindestgefälle einer Kompostanlage beträgt in der Praxis 1,5 bis 2,0 %. Je nach dem örtlichen Umfeld (Hanglage bzw. Niederschläge) kann auch ein größeres Gefälle vorgesehen werden.
Das Kapitel Management enthält einige Empfehlungen im Sinne der Qualitätssicherung, z.B. Aufzeichnungen zu führen, die zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben sind, aber beim Erfahrungssammeln durchaus hilfreich sind - außerdem regelmäßige Temperaturmessung. Der Besuch eines facheinschlägigen Kurses in der Mindestdauer von fünf Tagen wird ebenfalls empfohlen.
Drei Seiten Ausführungsbeispiele enthalten schematische Abbildungen, z.B. einer Stallmistkompostierung mit Dreiecksmieten und Selbstfahrumsetzer - inkl. Anlieferungsbereich, Manipulationsfläche und Mischwassererfassung.
ACHTUNG: Das Merkblatt 24 a behandelt ausschließlich die Kompostierung von Stallmist. (Jede Beimischung von Abfällen zum Stallmist löst den Geltungsbereich des Abfallwirtschaftsgesetzes aus und schließt die Anwendung dieses Merkblatts aus.)
EMPFEHLUNG: Merkblatt 24: Düngersammelanlagen

Inhaltsverzeichnis:
1. Vorbemerkung
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften, Normen, Dünger- bzw. Anwendungsrichtlinien
3. Behörden
4. Definitionen
5. Wirtschaftsdüngerarten, Rotteeigenschaften
6. Planung und Anlagenbemessung
7. Management
8. Sicherheitstechnische Vorschriften
9. Ausführungsbeispiele
Verfasser:
ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppenleitung: Univ. Lektor DI Manfred Swoboda
Arbeitsgruppe: DI Dieter Brandl, Dipl. Tierarzt Mag. Ing. Stefan Fucik, DI Franz Hölzl,
DI Erwin Pfundtner, DI Gerhard Salzmann, DI Helmut Schretzmayer,
DI (HLFL) Heimo Strebl, Univ. Lektor DI Manfred Swoboda, DI Josef Teufelhart
