ÖKL-Merkblatt 69 Außenklimaställe für Rinder
ÖKL-Merkblatt 69 Außenklimaställe für Rinder
2. Auflage 201012 Seiten, zahlreiche Fotos und Skizzen
Euro 6,00
Bestellungen im ÖKL: 01/505 18 91, office@oekl.at, www.oekl.at

Die zweite Auflage des Merkblattes 69 zum Thema Außenklimaställe für Rinder gibt dem Landwirt Hilfestellung bei der Planung und Errichtung eines Außenklimastalles.
Der Außenklimastall ist eine ungedämmte Gebäudehülle in einfacher Bauweise für Laufställe. Er soll den Tieren eine möglichst artgerechte Umwelt bieten. Dazu gehören ein Maximum an Frischluft und Sonnenlicht, ein weicher und trockener Liegeplatz sowie rutschfeste Laufflächen.
Durch das Weglassen der Wärmedämmung sowie ganzer Seitenwände können die Baukosten stark reduziert werden. Außenklimaställe erfordern auch im Winter hohe Lüftungsraten, damit die anfallende Wasserdampfmenge abgeführt werden kann (Vermeidung von Bauschäden durch Kondenswasser).
Bei der Wahl des Standorts für einen Außenklimastall ist besonders auf die klimatischen Einflüsse Rücksicht zu nehmen. Kleinklima, Sonneneinstrahlung und Windeinwirkung können je nach Jahreszeit sowohl die Gesundheit und die Leistung als auch das Wohlbefinden der Rinder beeinflussen. Die Lüftung ist ständig zu gewährleisten - wichtig ist z.B., dass bei sämtlichen verschließbaren Elementen eine Mindestöffnung bleiben muss!
Bei den Stalltypen werden Hallen mit Querlüftung, Offenfrontställe, mehrhäusige Ställe und Cuccetten-Ställe unterschieden und im Merkblatt mit Skizzen veranschaulicht.
Außenklimaställe für Rinder werden fast ausschließlich als ebenerdige Bauten ohne Wärmedämmung der Außenflächen ausgeführt. Vielfach werden Holzbinderkonstruktionen mit Zwischenstützen aus Rund- oder Kantholz verwendet. Die Wandausführung soll viel Licht und Luft in den Stall hineinlassen und gleichzeitig einen wirksamen Windschutz darstellen. Dieser Windschutz lässt sich auf verschiedene Weise (Space-Boards, Vertikaljalousie, Stegplatten, Windschutznetze, Curtains) erreichen, auf die unterschiedlichen Curtainsysteme (Rollwände aus Planen) wird im Merkblatt besonders ausführlich eingegangen.
Für Milchviehbetriebe werden die unterschiedlichen Möglichkeiten einer Melkraumheizung beleuchtet.
Inhalt
1. Vorbemerkungen
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und Normen
3. Ausgangsituation und betriebswirtschaftliche Überlegungen
4. Standortvoraussetzungen
5. Lüftung
6. Raumprogramm und Raumvolumen
7. Stalltypen
7.1 Halle mit Querlüftung
7.2 Offenfrontstall
7.3 Mehrhäusiger Stall
7.4 Cuccetten-Stall
8. Gebäudehülle
8.1 Tragkonstruktion
8.2 Außenwände (Space-Boards, Curtains etc.)
8.3 Dach
8.4 First (Licht-, Shedfirst, offen)
8.5 Boden
9. Fütterung
10. Melkbereich
Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI Manfred Watzinger (BMLFUW)
Arbeitsgruppenleitung: Mag. Vitus Lenz (LK OÖ)
Arbeitsgruppe: Ing. Johann Bachschweller (Fa. Agrotel), Ing. Fritz Gerhartinger (Amt der OÖ Landesregierung), Ing. Rudolf Schütz (LK NÖ), DI Josef Wörndl (Amt der Salzburger Landesregierung)

