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Merkblatt 83: Baustoffe in der Landwirtschaft - BETON

Das erste Merkblatt der Schriftenreihe 83 "Baustoffe in der Landwirtschaft" beschäftigt sich mit dem Baustoff "Beton". Es ist geplant, weitere Baustoffe wie Asphalt, Beschichtungen, Auskleidungen und Anstriche bzw. Holz etc. aufzulegen.

Bauliche Veränderungen sind im Bereich der Landwirtschaft immer wieder notwendig. Einerseits erfordern neue Haltungsbestimmungen für Tiere Umbauten, andererseits sind Renovierungen und Erneuerungen aufgrund der Vereinfachung der Arbeitsabläufe durchzuführen. Aber auch Neubauten sind im landwirtschaftlichen Bereich durchaus üblich, wie etwa Güllegruben, Gärfuttersilos oder auch komplette Wirtschaftsgebäude.

Beton ist im Bereich des landwirtschaftlichen Bauens ein wichtiger Baustoff, der wesentliche Eigenschaften optimal erfüllt, wie Festigkeit und Beständigkeit bei den hier vorhandenen Einwirkungen oder auch Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Die Auswahl der richtigen Betonsorte, die normenkonforme Herstellung bzw. Bestellung von Transportbeton, die exakte Verarbeitung und sorgfältige Nachbehandlung sind wesentlich, um die erforderlichen Eigenschaften auch tatsächlich erreichen zu können.

Die für Beton relevante ÖNORM B 4710-1 ist mit 1. Oktober 2007 neu erschienen. Im Abschnitt 12.8 werden ausgehend von jeweiligen technologischen Anforderungen die geeigneten Betonsorten für landwirtschaftliche Anwendungen festgelegt, jedoch nur beispielhaft Anwendungsbereiche genannt.

Eine ausführlichere Beschreibung mit einer übersichtlichen bildlichen Darstellung aller Bauteile und Zuordnung der dafür empfohlenen Betonsorten erfolgt im ÖKL-Merkblatt Nr. 83 Baustoffe in der Landwirtschaft - Beton.

Eine wesentliche Änderung betrifft die Anwendung von Bindemitteln mit erhöhter Sulfatbeständigkeit. Bisher waren gemäß ÖNORM B 4710-1 alle Betonsorten für Gülleanlagen mit einer C3A-freien Zementsorte herzustellen. In der flüssigen Phase der Gülle und bei ausreichend Luftkontakt ist die Bildung von biogener Schwefelsäure allerdings derart gering, dass die Verwendung eines C3A-freien Zementes nicht unbedingt erforderlich ist. Bauteile von Gülleanlagen, die also ständig von Flüssigkeit bedeckt sind (z.B. Böden) oder Bauteile, die ausreichend belüftet werden, wie offene Behälter, können mit Normalzement hergestellt werden.

Für den Säureangriff, der bei Gärfuttersilos oder bei Futtertrögen bzw. Fressstreifen im Außenbereich auftritt, kann Beton alleine keine ausreichende Beständigkeit gewährleisten. Für diese Bauteile wird eine Betonsorte für chemisch schwach lösenden Angriff vorgeschrieben (C25/30/B5), wobei zusätzlich Schutzmaßnahmen, wie Anstriche oder Beschichtungen vorzusehen sind.

Die weiteren Arbeitsschritte bei der Betonierung, wie Verdichtung und vor allem Nachbehandlung sind für die Betonqualität ganz entscheidend. Hinweise für die Verarbeitung, Nachbehandlung und auch das Ausschalen der Betonbauteile sind im ÖKL-Merkblatt nachzulesen. .

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Foto: SVB

8 Seiten, Tabellen und Abbildungen

Preis: 5 Euro

Inhalt
1. Vorbemerkungen
2. Ausgewählte Rechtsvorschriften und Normen
3. Warum Beton?
4. Betonsorten für landwirtschaftliche Anwendungen
5. Zusätzliche Maßnahmen bei Beton
6. Wichtige Hinweise
7. Praktische Tipps

Verfasser: ÖKL-Arbeitskreis Landwirtschaftsbau
Obmann: MR DI M. Watzinger (BMLFUW)
Bearbeiter: DI Dieter Brandl, Dr. F. Huber, DI A. Hubmann, Mag. V. Lenz, J. Mittermayr, DI F. Petscharnig, DI G. Salzmann, Bmstr. Ing. R. Schütz, DI Dr. R. Travnicek, Ing. D. Treiber

Der Traktor im Straßenverkehr

10. Auflage
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Landwirtschaftliche Betriebsgebäude aus Holz

Zu den neuen Konstruktionsplänen empfehlen wir die Broschüre Landwirtschaftliche Betriebsgebäude aus Holz.

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