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Vorwort des Bundesministers DI Niki Berlakovich

Überbetriebliche Partnerschaften nützen

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Wir müssen die Wettbewerbsfähigkeit unserer landwirtschaftlichen Betriebe stärken. Um die österreichische Landwirtschaft im harten internationalen Wettbewerb zukunftsfit zu machen, habe ich die Initiative 'Unternehmen Landwirtschaft 2020' ins Leben gerufen. Damit die Bäuerinnen und Bauern den kommenden Herausforderungen optimal gewachsen sind, müssen sie sich verstärkt als Unternehmer begreifen. Wirtschaftlich denkt die heimische Landwirtschaft etwa bei überbetrieblichen Partnerschaften: Diese haben zur Senkung der Maschinenkosten bei vielen Landwirten in Österreich Tradition. Das Österreichische Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) gibt seit knapp 50 Jahren Richtwerte, die als 'Berechnungsgrundlage für den land- und forstwirtschaftlichen Einsatz in der Nachbarschaftshilfe' dienen, heraus. Sie stellen eine wichtige Grundlage zur Abschätzung der Rentabilität eigener Maschinen dar. Angesichts der steigenden Kostenentwicklung nimmt die Bedeutung der ÖKL-Richtwerte für die Abrechnung zwischen den Betrieben zu.

Die Maschinenkosten machen bis zu 30 Prozent der gesamten Betriebskosten aus und sind nach jenen für das Bauen am höchsten. Hier kann der Hebel zur Kostensenkung angesetzt werden, indem die Auslastung durch überbetriebliche Zusammenarbeit erhöht wird und somit die fixen Kosten sinken, weil sie auf mehr Einsatzstunden verteilt werden. Um die zwischen den Landwirten gegenseitig erbrachten Leistungen abrechnen zu können, bedarf es eines objektiven Maßstabes. Dieser objektive Maßstab sind die Richtwerte des ÖKL. Sie werden besonders von den Maschinenringen als einer bewährten Form organisierter bäuerlicher Nachbarschaftshilfe verwendet, bei der sich diese Kosten am besten amortisieren.

Die Bedeutung der ÖKL-Richtwerte wird durch ihren weiten Einsatzbereich deutlich. Die Finanzämter und die Sozialversicherung verwenden diese zur Abgrenzung von nicht gewerblichen zu gewerblichen Leistungen und Sachverständige nutzen sie für Bewertungen. Daneben bilden sie die Basis für die naturschutzrelevanten Kalkulationen im Österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL, mit denen die Umweltleistungen der Landwirte objektiv abgegolten werden. Im Deckungsbeitragskatalog des Lebensministeriums, dem Standardwerk jeder Beraterin und jedes Beraters, sind die variablen Maschinenkosten aus den ÖKL-Richtwerten hinterlegt.

DI Niki Berlakovich,
Landwirtschaftsminister

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