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Ankündigung ÖKL-Kolloquium 2006

Durch richtige Bereifung die Bodenbelastung senken

Das ÖKL-Kolloquium am 23. November 2006 behandelt heuer Bodendruck und Bereifung.

Universität für Bodenkultur Wien; Wilhelm Exner Haus, EH 01, Peter-Jordan-Straße 82, 1190 Wien, img_lageplan boku

Die Achslasten moderner Erntemaschinen können inzwischen jene übersteigen, die auf öffentlichen Straßen zugelassen sind. Das heißt aber nicht unbedingt, dass es auch zu Bodenschäden kommen muss (z.B. sind auf leichten Boden die Folgen nicht gravierend). Entscheidend ist die Wahl des richtigen Reifens, wobei sich dies weniger auf die Dimension als auf die Konstruktion bezieht. Entscheidend ist ein möglichst niedriger spezifischer Bodendruck, und der kann bei einem ≥Monster„ mit breiten ≥Schlappen„ niedriger sein als bei vielen kleinen Oldtimern. Der Landwirt muss bei der Wahl der Reifen oft Kompromisse eingehen, und in einer Acker-Waldwirtschaft kann der Diagonalreifen immer noch berechtigt sein. Die Herausforderung besteht darin, die hohen Kräfte ohne größere Spuren auf den Boden überzuleiten und die Struktur tieferer Schichten nicht zu schädigen.

img_gebhard aschenbrenner:

Der Boden speichert nicht nur Wasser und Nährstoffe sondern kann auch die Bearbeitung offenbaren: Obwohl das Roggenfeld inzwischen gepflügt wurde, sind die Fahrspuren des Mähdreschers ˆ vgl. feuchte Erntebedingungen 2006 - noch immer sichtbar. Der Traktor auf dem Bild ist mit bodenschonenden Zwillingsreifen ausgestattet. (FOTO: G. Aschenbrenner, ÖKL)

Ein Thema, das jeden Praktiker vom Ackerbauern bis zum Gründlandbauern betrifft, hat das diesjährige ÖKL-Kolloquium zum Inhalt. In wenigen Sparten hat der Produktionsfaktor ≥Boden„ eine ähnlich große Bedeutung wie in der Landwirtschaft. Hier ist neben dessen Flächenausmaß vor allem sein Zustand maßgeblich. Der Landwirt kann auf den Nährstoffgehalt und das Gefüge des Bodens ˆ die beide die Ertragsfähigkeit beeinflussen ˆ einwirken und diese im ungünstigsten Fall belasten. Eine Überlockerung, die vor allem zum Humusabbau und zum schlechten Bodenschluss der Saat führt, ist technisch möglich; meist ist der Boden aber durch Verdichtung geschädigt. Diese Bodenverdichtung rührt im Zusammenspiel mit einem ungünstigen Bearbeitungszeitpunkt (≥nasses Pflügen„) vor allem aus einer ungünstigen Bereifung. Diese hat ˆ wie beim Anhänger - die Last abzustützen. Beim Traktor, aber auch bei Erntemaschinen wie Mähdreschern und Rübenrodern, sollen zugleich Zugkräfte übertragen werden.

Beim ÖKL-Kolloquium sieht der Vortrag zweier deutscher Referenten trotz des provokanten Titels eben nicht immer einen Widerspruch zwischen ≥Zugkraftübertragung und Bodenschonung„.

Über den Zustand österreichischer Böden wird ebenso berichtet wie über die Messmethoden zur Erfassung des Bodendrucks, zu dessen Reduzierung es verschiedene Möglichkeiten gibt: Vom bloßen Absenken des Luftdrucks spannt sich der Bogen über die Zwillingsbereifung bis hin zum Raupenfahrwerk. Dieses weist durch die große Auflagefläche einen geringen spezifischen Bodendruck auf. Durch die elastische Anlenkung möglichst vieler Laufrollen wird beim modernen Raupentraktor vermieden, dass sich ein Großteil der Last in dem Moment auf jene Rolle verlagert, in dem sie ein Hindernis überfährt...

Ein Verwalter und Praktiker eines in dieser Hinsicht führenden Gutsbetriebes schildert, wie er mit der Reifendruckregelung jede Bodenverdichtung vermeidet. Dies erreicht er mit neuen Universalreifen, die mit niedrigem Druck auch auf der Straße gefahren werden können.

Am Parkplatz vor dem Schwackhöfer-Haus werden bodenschonende Reifen der wichtigsten Hersteller gezeigt. Für Zwillingsräder gibt es verschiedene Möglichkeiten der verdrehsicheren Montage, was ebenfalls dargestellt wird. Bei der ≥Kurmann-Achse„ werden die Räder der bisherigen Tandemachse in einer Ebene ˆ quasi zwischen den Außenrädern und mit diesen pendelnd verbunden - angeordnet. Pöttinger wendet das Prinzip für zwei Achsen an und kommt so zum ebenfalls präsentierten ≥Achtradfahrwerk„.

Beginn: 9:30, voraussichtliches Ende ca. 17 Uhr

Prgramm:

Einladung Kolloquium 06 [pdf - 363 kb]

Begrüßung durch Rektor Univ. Prof. Dr. Hubert Dürrstein, Universität für Bodenkultur Wien und DI Franz Schörghuber, Obmann des ÖKL

Vormittag:

Moderation: O.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Josef Boxberger, Institut für Landtechnik der Universität für Bodenkultur Wien, ÖKL-Vorstandsmitglied

Der Zustand österreichischer Böden
Dipl.-Ing. Erwin Murer, Bundesamt für Wasserwirtschaft, Petzenkirchen

Entwicklung der Radlasten bei Landmaschinen
Dr. Gerhard Moitzi, Institut für Landtechnik der Universität für Bodenkultur Wien

Zugkraftübertragung und Bodenschonung ˆ ein Widerspruch?
Dr. Michael Weißbach und Gebhard Lüthe, Grasdorf-Wennekamp GmbH, Holle, D

Mittagessen

Nachmittag

Moderation: Dipl.-Ing. Stefan Dworzak, Gutsverwaltung Hornstein, ÖKL-Vorstandsmitglied

Raupenfahrwerke ˆ eine Alternative?
Ernst Weihele, AGCO GmbH/Challenger, Marktoberdorf, D

Transportreifen und Bodengefährdung ˆ auch im Grünland
Dr. Etienne Diserens, Forschungsanstalt Tänikon (FAT), CH

Dreißig Jahre mit Agrarreifen - Die österreichische Praxis
Walter Wittmann, Reifen Wittmann GmbH, Mistelbach

Verschiedene Ansätze zur Vermeidung von Bodenverdichtungen in einem praktischen Betrieb
Dipl.-Ing. Detlef Walter, Agrarservice Grafenegg GmbH

Diskussionen jeweils im Anschluss an die Vorträge.

Keine Anmeldung notwendig!

Eintritt 30,00 Euro inkl. Tagungsmappe und Pausenkaffee.

Für ÖKL-Mitglieder ist der Eintritt kostenlos!

Der Traktor im Straßenverkehr

10. Auflage
Informationen hier

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Landwirtschaftliche Betriebsgebäude aus Holz

Zu den neuen Konstruktionsplänen empfehlen wir die Broschüre Landwirtschaftliche Betriebsgebäude aus Holz.

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